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Wort zur Woche
Juli 2012 (2)
Trachte stets danach, bis zum Ende deines Lebens ein jüngerer Bruder zu sein - Zac Poonen
(Always Seek to be a Junior Brother Till the End of Your Life)

In 2. Samuel 11 sehen wir die Geschichte von Davids großem Fall. Wir können dort alle eine große Lektion darüber lernen, wie er gefallen ist. „Und als das Jahr um war [im Frühling], zur Zeit, da die Könige ins Feld zu ziehen pflegen…“ Könige zogen nicht im Winter ins Feld, wenn es kalt war, sondern im Frühling. In allen Kämpfen war Davids stets der Führer, der die Armeen Israels im Kampf gegen ihre Feinde anführte. Aber diesmal glaubte David, dass er sich ausruhen sollte. Wenn wir aufhören zu kämpfen und uns in der Schlacht ausruhen, fangen wir an zu sündigen. Wenn wir nicht an dem Ort sind, wo Gott uns haben möchte, fallen wir in Sünde. Davids Platz war auf dem Schlachtfeld. Stattdessen schlief er im Palast. Wenn er an diesem Tag auf dem Schlachtfeld gewesen wäre, wäre er wahrscheinlich nie auf diese Weise gefallen.

Wenn die Dinge bei uns gutgehen und wir aufhören, die Kämpfe des Herrn zu führen und anfangen, unsere Untergeordneten auszusenden, um das Werk des Herrn zu tun, haben wir Probleme. Viele christliche Leiter sitzen wie Könige in ihren Palästen und lassen ihre jüngeren Brüder all die harte Arbeit im Feld verrichten.

Ich möchte bis zum Ende meines Lebens immer ein jüngerer Bruder sein. Wenn ich 90 Jahre alt bin, möchte ich draußen auf dem Feld sein und das Werk des Herrn tun. Ich hoffe, ihr wollt auch dort sein. Auf dem Schlachtfeld gibt es keine Gefahr. Die Gefahren lauern im Palast. David war vollkommen sicher, als er auf dem Schlachtfeld war. Er war nur im Palast in Gefahr.

Fallen wir in Sünde, wenn wir Prüfungen, Druck, Krankheit und finanziellen Problemen begegnen? Nein. Wenn die Dinge für uns leicht zu handhaben sind, wenn wir genug Geld haben, wenn unser Geschäft gedeiht und niemand in der Familie krank ist, fallen wir in Sünde. Das ist die Zeit, wo du auf der Hut sein musst.

David blieb zuhause in Jerusalem (2Sam 11,1). Er war nicht wie Mose, der betete, während Josua den Kampf führte. Wenn David für Joab, der draußen auf dem Schlachtfeld kämpfte, gebetet hätte, dann wäre er sicher gewesen. Aber er war am Schlafen. „Am Abend stand David von seinem Lager auf.“ Ich weiß nicht, ob er den ganzen Vormittag geschlafen hat und erst jetzt, am Nachmittag, aufwachte. Er stand von seinem Lager auf und statt zuerst zu beten, stieg er auf das Dach seines Palastes. Dort sah er diese schöne Frau, Batseba, und wurde versucht. Wenn er die Versuchung im Keim erstickt und sie auf der ersten Stufe gestoppt hätte, hätte er die letzte Stufe nie erreicht.

Als er schaute und versucht wurde, hätte er sich mit den Worten abwenden können: „Das ist gefährlich. Ich muss aufpassen.“ Er hätte weggehen und eine Zeitlang im Gebet für Joab verbringen können. Als er dann nachfragte und herausfand, dass sie die Frau eines anderen war, hätte er wenigstens dann stoppen und sagen können: „Ich kann sie unmöglich haben!“ Wenn er für Batseba gebetet hätte, dass Gott sie zu einer reinen, heiligen Frau für Uria machen würde, dann hätte ihn schon dieses Gebet allein vom Sündigen abgehalten. Aber in diesem Moment vergaß er alles über den Gott, der ihn zu einem König gemacht hatte. Er war jetzt ein machtvoller Monarch, der jede Person haben konnte, die er haben wollte. Und daher beging er mit Batseba Ehebruch.

Deutsche Übersetzung: Alois Mair

   
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