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Wenn wir das Leben Jesu betrachten, denken wir nicht nur an Seinen Tod auf Golgatha, sondern auch an Sein ganzes Leben, in dem Er sich selber dem Vater mit den Worten hingab: „…einen Leib hast du mir geschaffen…ich komme, o Gott, um deinen Willen zu tun“ (Hebr 10,5.7). Jesus hat in Seinem Leib nie Seinen eigenen Willen getan, sondern nur den Willen des Vaters. Das ist die Bedeutung davon, sich Gott als Brandopfer hinzugeben. Dazu ermahnt uns Paulus auch in Römer 12,1: „Gebt eure Leiber Gott als Opfer hin, das lebendig, heilig und Gott wohlgefällig ist“ – genauso wie Jesus es tat. Das Brandopfer wurde Gott dargebracht und vollständig verbrannt. Die Bibel sagt, dass es ein „lieblicher Geruch für den Herrn war“ (3Mo 1,17) – was bedeutete, dass es etwas war, woran Gott großes Gefallen hatte – „Dies ist mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe“ (Mt 3,17). Auch Paulus sagte, dass das Ziel seines Lebens darin bestand, „dem Herrn wohlzugefallen“ (2Kor 5,9).
Wenn wir unsere Leiber dem Herrn darbringen, ist es sehr leicht zu sagen: „Herr, ich gebe Dir meinen Leib vollständig hin.“ Aber wir wissen nicht, ob wir alles geopfert haben, bis wir das Opfer „in Stücke geschnitten haben“. Wir könnten uns selber täuschen. Was bedeutet es, das Opfer in Stücke zu schneiden und es Stück für Stück darzubringen – so wie es mit dem Brandopfer geschah? Es bedeutet, dass wir unsere Körperteile Stück für Stück Gott als Opfer hingeben.
Wir sagen: „Herr, hier sind meine Augen. Ich habe sie jahrelang für den Teufel und für mich selber gebraucht, indem ich viele Dinge angeschaut und gelesen habe, die Dich gekränkt haben. Aber ich lege meine Augen jetzt auf den Altar. Ich möchte diese Augen nie mehr gebrauchen, um irgendetwas anzuschauen oder zu lesen, was Jesus nicht anschauen oder lesen würde. Ich möchte mit diesen Augen nie mehr sündigen.“
Dann kommen wir als Nächstes zur Zunge und sagen: „Herr, hier ist meine Zunge. Ich habe diese Zunge jahrelang für den Teufel und für mich selber gebraucht, indem ich redete, was ich mochte, indem ich zu meinem eigenen Vorteil Lügen erzählte, indem ich auf Menschen zornig wurde, tratschte, über andere herzog und sie anklagte. Aber ich möchte all das nie mehr tun. Hier ist meine Zunge, Herr. Von diesem Augenblick an gehört sie Dir – total und vollständig.“
Als Nächstes kommen wir, eines nach dem anderen, zu unseren Händen und unseren Füßen und unseren körperlichen Leidenschaften und sagen dasselbe: „Herr, hier sind die Glieder meines Leibes und meine körperlichen Leidenschaften, mit denen ich gesündigt und Dich verletzt habe. Ich möchte sie nie mehr benutzen, um mir selber zu gefallen oder meine Lüste zu befriedigen. Sie gehören jetzt alle Dir.“
Nur wenn wir jedes Teil in Stücke schneiden und eines nach dem anderen auf den Altar legen, entdecken wir, ob wir unseren Leib wirklich völlig Gott als Opfer hingegeben haben oder nicht. Wenn das Opfer in Stücke zerteilt und vollständig auf den Altar gelegt wurde, kannst du sagen: „Herr, lass nun Dein Feuer auf das Opfer fallen und es verzehren.“ Wir lesen in 3. Mose 9,24, wie das Feuer Gottes auf das Brandopfer fiel und es verzehrte. Dieses Feuer ist ein Bild für die Taufe im Heiligen Geist und im Feuer, das kommt, um unser Opfer zu verzehren, und unseren Leib „feurig“ für Gott zu machen. Aber das Feuer fiel niemals bevor der letzte Teil des Brandopfers auf den Altar gelegt wurde.
Was tun Christen heute, wenn sie den Preis, ihre Leiber als Brandopfer hinzugeben, nicht bezahlen wollen und das Feuer dennoch erhalten möchten? Sie produzieren ein falsches Feuer – ein gefälschtes. Das sehen wir in 3. Mose 10,1-2: „Und Aarons Söhne Nadab und Abihu nahmen ein jeder seine Pfanne und taten Feuer hinein und legten Räucherwerk darauf und brachten so ein fremdes Feuer vor den Herrn, das er ihnen nicht geboten hatte. Da fuhr ein Feuer aus von dem Herrn und verzehrte sie, dass sie starben vor dem Herrn.“ Wenn wir das echte Feuer Gottes nicht haben und ein Teil derer sein wollen, die das echte Feuer haben, dann besteht die Gefahr, dass wir nachahmen, was sie haben, damit wir sagen können: „Ja, wir haben auch das Feuer bekommen. Wir haben auch in Zungen geredet.“ Gott war so zornig auf Nadab und Abihu, weil sie das echte Feuer nachahmten, dass Er ein anderes Feuer von Seiner Gegenwart herabsandte – diesmal nicht um das Brandopfer zu verzehren, sondern diese beiden Heuchler!
Es ist gefährlich, in geistlichen Angelegenheiten das Echte nachzuahmen. Doch eine Menge von Christen tun das heute. Sie werden von Predigern trainiert, in Zungen zu reden, ihre Emotionen aufzuschaukeln und psychosomatische „Heilungen“ zu erfahren (und sich einzubilden, dass diese das Gleiche sind wie „im Namen Jesu“ geheilt zu werden).
Diejenigen, die das echte Feuer Gottes erhalten haben, haben dafür einen Preis bezahlt. Sie haben alles auf den Altar Gottes gelegt – ihr Geld, ihre Augen, ihre Zunge, ihre Hände, alles. Sie haben ihr Leben untersucht und sichergestellt, dass alle Teile des Brandopfers auf dem Altar waren; und Gott sandte dann Sein Feuer auf sie. Du beobachtest das Leben eines solchen Menschen und wünschst dir, dieselbe kraftvolle Salbung zu haben. Aber du bist nicht bereit, denselben Preis dafür zu bezahlen und du möchtest den Menschen dennoch zeigen, dass du gesalbt bist. Dann kannst du tun, was Nadab und Abihu taten – sie produzierten ein fremdes Feuer, sie schaukelten ihre Emotionen auf, sie fabrizierten „Zungen“, usw. Da mehr als 95 Prozent der Gläubigen kein geistliches Unterscheidungsvermögen hat, magst du in der Lage sein, ihnen vorzumachen, dass du das echte Feuer hast. Aber du weißt besser als jeder andere, dass das, was du hast, selbst produziert und nicht von Gott ist. Nimm dich in Acht! Wenn Gott das heutige Christentum auf die Art und Weise, wie Er Nadab und Abihu gerichtet hat, richten würde, dann bin ich sicher, dass eine Menge Christen sterben würden.
Deutsche Übersetzung: Alois Mair
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