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Wort zur Woche
April 2012 (1)
Der Bau der Gemeinde bringt Opfer mit sich - Zac Poonen
(Building the Church involves Sacrifice)

„Christus hat die Gemeinde geliebt und SICH SELBST für sie dahingegeben“ (Eph 5,25). Um die Gemeinde zu bauen, müssen wir die Gemeinde auf dieselbe Weise lieben wie Jesus sie geliebt hat. Es ist nicht genug, bloß unser Geld und unsere Zeit zu geben. Wir müssen UNS SELBER geben – unser selbstzentriertes Leben.

Als Gott Seine Liebe zum Menschen beschreiben wollte, konnte Er Seine Liebe nur mit einem irdischen Beispiel vergleichen – der Liebe einer Mutter für ihr neugeborenes Kind (siehe Jes 49,15). Wenn du eine Mutter beobachtest, wirst du sehen, dass ihre Liebe zu ihrem Baby voll vom Geist der Aufopferung ist. Von frühmorgens bis spätabends und die ganze Nacht hindurch opfert und opfert und opfert sich eine Mutter für ihr Baby auf. Und sie bekommt dafür keine Gegenleistung. Jahrein, jahraus erduldet sie für ihr Kind freudig Schmerzen und Unannehmlichkeiten, ohne etwas dafür zurückzuerwarten. Das ist die Art und Weise, wie Gott auch uns liebt. Und das ist die Natur, die Gott auch uns verleihen möchte. Aber es ist unmöglich, irgendwo auf der Welt eine Gemeinde zu finden, von der man ehrlich sagen kann, dass die Mitglieder einander so lieben. Die meisten Christen wissen nur, wie man jene liebt, die mit ihnen übereinstimmen und die sich ihrer Gruppe anschließen. Ihre Liebe ist menschlich und von der Mutterliebe weit entfernt!! Doch die göttliche Liebe ist das Ziel, nach dem wir streben sollten.

Eine Mutter kümmert sich nicht darum, ob andere um sie herum irgendein Opfer für ihre Kinder bringen oder nicht. Sie opfert selber freudig alles auf. Ebenso wird es jemandem, der die Kirche als sein eigenes Baby angesehen hat, nichts ausmachen, ob andere um ihn herum irgendetwas für die Kirche opfern oder nicht. Er wird selber freudig Opfer bringen und wird gegen NIEMANDEN eine Klage oder eine Forderung haben. Menschen, die klagen, dass andere für die Kirche keine Opfer bringen sind keine Mütter, sondern angestellte Kindermädchen. Solche Kindermädchen haben festgelegte Arbeitsstunden und werden sich beschweren, wenn das Kindermädchen zur nächsten 8-Stundenschicht nicht pünktlich erscheint.

Aber eine Mutter arbeitet keine 8-Stundenschicht pro Tag. Sie absolviert täglich eine 24-Stundenschicht – Jahr für Jahr – und sie wird dafür nicht einmal bezahlt. Sogar wenn ihr Kind 20 Jahre alt ist, ist die Arbeit der Mutter nicht vorbei! Nur Mütter können für ihre Babys täglich Milch haben. Kindermädchen können für die Babys, die sie betreuen, keine Milch geben. Ebenso werden Geschwister, die in der Kirche wie Mütter sind, für ihre Kinder stets ein geistliches Wort haben – in jeder Versammlung. Viele Älteste haben kein Wort für die Gemeinde, weil sie Kindermädchen und keine Mütter sind.

Eine Mutter erwartet von ihren Kindern keine Bezahlung. Kein Kind bezahlt jemals seine Mutter für ihren Dienst. In der Tat, wenn du den Lohn, der einer Mutter bezahlt werden sollte, mit einem Stundensatz von 20 Rupien (wie er für Kindermädchen üblich ist) berechnest, wirst du feststellen, dass jedes Kind zu der Zeit, wenn es 20 Jahre alt ist, seiner Mutter mehr als 3 Millionen Rupien schuldet!! Welches Kind könnte seiner Mutter jemals einen solchen Betrag zurückzahlen?

Die Frage, die sich nun für uns stellt, lautet: Wer ist bereit, auf diese Weise für den Herrn und für Seine Gemeinde zu arbeiten – ohne irgendeine Bezahlung zu erhalten, sondern der sich Tag für Tag, Jahr für Jahr selber hingibt bis Jesus Christus zurückkehrt? Wenn Gott irgendwo nur eine Person mit dieser Gesinnung finden kann, wird Er sie benutzen, um die Kirche zu bauen, viel mehr als Er 10.000 halbherzige Christen benutzen kann, die Ihm ohne den Geist der Aufopferung zu dienen versuchen.

Wenn Jesus auf diese Erde zurückkehrt und du vor Ihm stehst, wirst du dann Bedauern über die Art und Weise, wie du gelebt hast, haben oder wirst du auf ein Leben zurückblicken, das nutzbringend für das Reich Gottes eingesetzt wurde? Viele treiben einfach dahin und vergeuden ihr Leben auf Erden. Wach auf, bevor es zu spät ist und bitte Gott, dir zu zeigen, dass Sein Weg der Weg der Aufopferung ist.

Wer Ohren hat zu hören, der höre.

Deutsche Übersetzung: Alois Mair

   
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