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Wort zur Woche
März 2012 (4)
Gib dich Gott ohne irgendeinen Vorbehalt hin - Zac Poonen
(Yield Yourself to God without any Reservation)

Das Neue Testament fordert uns auf, das wir Sklaven [Knechte] des Herrn werden. Paulus selber nannte sich selber einen willigen Sklaven Jesu Christi.

Im Alten Testament gab es zwei Klassen von Dienern – der Sklave und der Knecht [Diener], der für Lohn arbeitet. Im Unterschied zum Knecht wurde ein Sklave niemals bezahlt. Er war von seinem Herrn für einen Preis erkauft worden – und in der Folge gehörte alles, was er war, und alles, was er besaß, seinem Herrn. Jeder Christ muss anerkennen, dass er ein solcher Sklave ist. Unsere Zeit, unser Geld, unsere Talente, unsere Familien, unser Besitz, unser Verstand und unser Körper – alles – gehört unserem Meister und unserem Herrn, denn sie gehören rechtmäßig Ihm, weil Er uns am Kreuz erkauft hat (1Kor 6,19-20).

In Römer 12,2 werden wir daher ermahnt, unsere Leiber – so wie das Brandopfer im Alten Testament – ein für alle Mal als lebendiges Opfer Gott hinzugeben. Anders als das Sündopfer wurde das Brandopfer vollständig Gott aufgeopfert und signalisierte die äußerste Hingabe des Opfernden an den Herrn. Wenn ein Mensch ein Brandopfer darbrachte, bekam er dafür nichts zurück. Gott konnte mit diesem Opfer tun, was immer Ihm gefiel. Es war ein Symbol für das Kreuz von Golgatha, wo Jesus sich selber vollständig dem Vater mit den Worten hingab: „Vater, nicht mein, sondern dein Wille soll geschehen.“ Das bedeutet es, seinen Leib Gott als ein lebendiges Opfer hinzugeben: Wir müssen unseren Eigenwillen und unsere Entscheidung, wie und wo unser Leib für Ihn benutzt werden soll, in den Tod geben. Nur auf diese Weise können wir Seinen Willen erkennen.

Ein Mangel an einer derartigen Hingabe ist gewöhnlich der Hauptgrund, warum wir nicht in der Lage sind, Gottes Willen herauszufinden. Unsere Hingabe an den Herrn geschieht oft unter Vorbehalten. Wir sind nicht bereit, alles anzunehmen, was Gott anbieten mag.

Ich traf einmal einen Bruder, der einst bereit war, jeden Beruf außer einer Vollzeitarbeit im christlichen Dienst anzunehmen. Ich sagte ihm, dass dies ein Vorbehalt war, der ihn davon abhielt, über Gottes Plan für sein Leben Klarheit zu erhalten. Als er schließlich alles dem Herrn hingab, gewann er sofort eine tiefere Klarheit über Gottes Willen. Gott berief ihn nicht in den christlichen Vollzeitdienst, aber Er wollte, dass er dazu bereit war.

Viele, die unter dem Vorwand, Seinen Willen zu erkennen, zu Gott kommen, möchten in Wirklichkeit nur Seine Zustimmung zu einem Weg, den sie bereits für sich gewählt haben. Daher erhalten sie von Ihm keine Antwort. Wie rasch würden unsere Probleme um Führung gelöst werden, wenn wir uns ohne Vorbehalte mit den Worten unserem Herrn hingäben: „Herr, ich bin bereit, alles anzunehmen, wenn Du mir nur versicherst, dass es Dein Wille ist. Wähle Du für mich, mein Herr. Ich habe in dieser Sache keine eigene Wahl.“ Es war Abrahams Bereitwilligkeit, überall hinzugehen und zu jeder Zeit alles für Gott zu tun, was ihn zu einem „Freund Gottes“ machte.

Georg Müller aus Bristol (England) war ein Mann großen Glaubens und jemand, der den Willen Gottes mit erstaunlicher Genauigkeit herausfinden konnte. Er sagte in diesem Zusammenhang Folgendes: „Zu Beginn suche ich mein Herz in einen solchen Zustand zu bringen, das es in Bezug auf eine bestimmte Angelegenheit keinen eigenen Willen hat. Neun Zehntel des Problems, das Menschen haben, liegt gerade in diesem Punkt. Neun Zehntel der Schwierigkeiten werden überwunden, wenn unser Herz bereit ist, den Willen des Herrn zu tun, egal was dieser Wille sein mag. Wenn jemand wirklich in diesem Stadium ist, ist es gewöhnlich nur ein kurzer Weg, bis er Seinen Willen erkennt.“

Einige möchten zuerst Gottes Willen wissen, bevor sie die Entscheidung treffen, ob sie gehorchen wollen oder nicht. Aber Gott offenbart solchen Menschen Seinen Willen nicht. „Wenn jemand dessen Willen tun will, wird er innewerden…“ (Joh 7,17). Allein eine Bereitwilligkeit, alles zu tun, was Gott gebietet, wird uns in die Lage versetzen, zu wissen, was Sein vollkommener Wille ist. Dies gilt für kleine als auch für große Angelegenheiten.

Deutsche Übersetzung: Alois Mair

   
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